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<title>Fort St Elmo</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fort St Elmo</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das <b>Fort St Elmo</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Maltesische_Sprache" title="Maltesische Sprache">maltesisch</a></span> <span lang="mt-Latn" style="font-style:italic">Forti Sant Iermu</span>) ist eine während der Zeit der Herrschaft des <a href="Geschichte_des_Johanniterordens" title="Geschichte des Johanniterordens">Johanniterordens</a> von 1670 bis 1693 erbaute <a href="Festung" title="Festung">Festung</a> auf <a href="Malta" title="Malta">Malta</a>. Das auf einer Halbinsel zwischen dem <a href="Marsamxett_Harbour" title="Marsamxett Harbour">Marsamxett Harbour</a> und dem <a href="Grand_Harbour" title="Grand Harbour">Grand Harbour</a> gelegene Fort bildet den nördlichen Abschluss der Befestigungen der maltesischen Hauptstadt <a href="Valletta" title="Valletta">Valletta</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Topographie">Topographie</h2></div>

<p>Die von den Rittern des Johanniterordens <i>peninsula</i> genannte felsige Halbinsel Sciberras trennt den Grand Harbour vom Marsamxett Harbour. Beide Häfen sind die einzigen geschützten Tiefwasserhäfen an der Ostküste der Insel. Die Spitze der Halbinsel liegt ungefähr 23 m über dem Meeresspiegel. Zum Landesinneren fällt das Gelände zunächst ab und geht in einen 17 bis 20 m hohen Sattel über, um dann bis auf eine Höhe von ungefähr 30 m anzusteigen.
</p><p>Bereits vor der Übergabe der Insel an den Orden gab es 1488 erste Pläne, an der Spitze der Insel einen Artillerieturm zu errichten. Diese Pläne wurden jedoch nicht umgesetzt. Nach der Übernahme der Insel erkannte der Orden schnell die Bedeutung des Ortes. Eine dort errichtete Befestigung würde sowohl die Zugänge zu den beiden großen Naturhäfen beherrschen, andererseits auch die See vor den Zugängen. Eine derartige Festung musste aber auch in der Lage sein, einem Angriff von Land zu widerstehen. Da im gleichen Zeitraum jedoch die Stadt <a href="Birgu" class="mw-redirect" title="Birgu">Birgu</a> befestigt und das <a href="Fort_St._Angelo" title="Fort St. Angelo">Fort St. Angelo</a> angelegt wurde, reichten die finanziellen Mittel des Ordens für eine Befestigung von <i>peninsula</i> nicht aus. 1533 wurde mit dem Bau eines kleineren Forts begonnen, die Arbeiten jedoch bald wieder eingestellt.<sup id="cite_ref-Hughes_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bau_des_Forts">Bau des Forts</h2></div>

<p>1552 schlug der spanische Ingenieur Pietro Prato den Bau eines kleinen, rechteckigen Forts vor. Der zum Landesinneren gelegene Haupteingang des Forts wurde durch zwei <a href="Bastion" title="Bastion">Halbbastionen</a> geschützt. Im Inneren des Forts war ein <a href="Kavalier_(Festungsbau)" title="Kavalier (Festungsbau)">Kavalier</a> vorgesehen. Dieser Plan wies zahlreiche Mängel auf. Einer dieser Mängel bestand darin, das die seeseitige <a href="Kurtine" title="Kurtine">Kurtine</a> auf die See ausgerichtet war. Dort aufgestellte Geschütze hätten zwar den Kampf gegen Ziele auf offener See führen, die Hafeneingänge jedoch nicht erreichen können. Daher wurde ab 1554 vor dieser Kurtine ein hoher Kavalier gebaut. Dieser Kavalier war höher als das eigentliche Fort. Von diesem wurde er durch einen trockenen Graben getrennt. Der Nachteil dieses Grabens bestand darin, das er weder vom Fort – da an der Seeseite auf Bastionen verzichtet worden war, noch vom Kavalier aus mit flankierenden Feuer bestrichen werden konnte. Um diesen Mangel abzustellen, ließ Don Garcia de Toledo 1565 an der nördlichen Spitze der Insel ein weiteres <a href="Au%C3%9Fenwerk" title="Außenwerk">Außenwerk</a> errichten. Obwohl als <a href="Ravelin" title="Ravelin">Ravelin</a> bezeichnet, handelte es sich eigentlich mehr um eine <a href="Kontergarde" title="Kontergarde">Kontergarde</a>. Von diesem Außenwerk konnten die westlichen und nördlichen Gräben des Forts mit flankierendem Feuer bestrichen werden. Solange sich das Außenwerk in der Hand der eigenen Truppen befand, konnte es diese Aufgabe erfüllen. Fiel es jedoch in die Hand des Gegners, kehrte sich dieser Vorteil in einen entscheidenden Nachteil für die Besatzung des Forts um, da vom Außenwerk neben den Gräben auch die Wälle des Forts bestrichen werden konnten. Den größten Nachteil des Forts, die gegenüber dem Rest der Halbinsel tiefere Lage, konnte auch dieses Außenwerk nicht beseitigen. Einem Gegner, der seine Artillerie an der Basis der Halbinsel aufstellte, würde es möglich sein, von oben in das Fort hineinzuschießen. Wenn auch die Mauern des Forts sehr mächtig waren und einem länger andauernden Beschuss standhalten konnten, so waren Fort und Besatzung nur ungenügend gegen Steilfeuer geschützt.<sup id="cite_ref-Hughes_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Große_Belagerung_1565"><span id="Gro.C3.9Fe_Belagerung_1565"></span>Große Belagerung 1565</h2></div>
<p>Während der <a href="Belagerung_von_Malta_(1565)" title="Belagerung von Malta (1565)">Belagerung von Malta</a> bekam das Fort die volle Wucht der Angriffe der osmanischen Truppen zu spüren. Das Fort wurde sowohl vom gegenüber liegenden <i>Dragut Point</i>, als auch von den höher gelegenen Teilen der Halbinsel beschossen. Der Besatzung des Forts gelang es dennoch mehr als einen Monat, der Belagerung zu widerstehen. Neben dem Mut und der Ausdauer der Belagerten trug dazu vor allem die Tatsache bei, dass nachts über den Grand Harbour frische Truppen und Versorgungsgüter zugeführt werden konnten. Während einer Vollmondphase konnten die osmanischen Belagerer diese Nachschublieferungen unterbinden. Am 23. Juni 1565 fiel das Fort.<sup id="cite_ref-Hughes_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seine eigentlichen Aufgaben hatte es nur teilweise erfüllen können. Während die Sperrung des Grand Harbour im Zusammenwirken mit Fort St Angelo gelang, konnte der osmanischen Flotte die Einfahrt in den Marsamxett Harbour nicht verwehrt werden.
</p><p>Im Zuge der Belagerung wurde das Fort nahezu vollständig zerstört.<sup id="cite_ref-Hughes_1-3" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wiederaufbau_und_Verstärkungen"><span id="Wiederaufbau_und_Verst.C3.A4rkungen"></span>Wiederaufbau und Verstärkungen</h2></div>
<p>Trotz der Zerstörungen wurde das Fort zügig wiederaufgebaut, da dieser wichtige Platz nicht unbefestigt bleiben sollte. Dabei hielt der Orden sich an die ursprünglichen Pläne Pratos. Im Grundriss sind die Pläne Pratos – das quadratische Fort mit den landseitigen Halbbastionen und dem seeseitigen Kavalier – bis heute zu erkennen. Das von de Toledo eingefügte Außenwerk wurde jedoch nicht wieder errichtet.<sup id="cite_ref-Hughes_1-4" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Belagerung hatte jedoch deutlich die Mängel des Forts aufgezeigt. Besonders der Raum zwischen dem Fort und dem Marsamxett Harbour hatte sich als problematisch erwiesen. Er war breit genug, um gegnerischen Truppen ein Sammeln und einen Angriff auf diese Seite des Forts zu ermöglichen. Auch der eingefügte Ravelin hatte dies nicht verhindern können. <a href="Francesco_Laparelli" title="Francesco Laparelli">Francesco Laparelli</a> schlug vor, den Grund in Richtung des Marsamxett Harbour zu planieren und einen Wall mit Graben vom Marsamxett Harbour aus zu bauen, der ungefähr in der Mitte des nordwestlichen Grabens auf das Fort treffen sollte. Diese Planungen wurden 1614 umgesetzt. Das Außenwerk erhielt den Namen <i>Post de Vendôme</i> nach dem Großprior des Malteserordens in Frankreich <a href="Alexandre_de_Vend%C3%B4me" title="Alexandre de Vendôme">Alexandre de Vendôme</a>.<sup id="cite_ref-Hughes_1-5" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Landseitig war dem Fort nun die ab 1566 erbaute Stadt <a href="Valletta" title="Valletta">Valletta</a> vorgelagert, die sich bis zum höchsten Punkt der Halbinsel erstreckt und mit ihren Befestigungsanlagen gegnerische Artillerie vom Fort fernhielt.<sup id="cite_ref-Hughes_1-6" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Der <a href="Gro%C3%9Fmeister_des_Malteserordens" title="Großmeister des Malteserordens">Großmeister</a> <a href="Gregorio_Carafa" title="Gregorio Carafa">Gregorio Carafa</a> holte 1681 den <a href="Flandern" title="Flandern">flämischen</a> Ingenieur Carlos de Grunenberg nach Malta. Dieser schlug 1687 die weitere Befestigung der Spitze der Halbinsel vor. Seine Pläne und ein steinernes Modell sind erhalten geblieben. Nach seinem Vorschlag wurden drei Bastionen gebaut, die der Küstenlinie folgten und durch Kurtinen verbunden waren. Im Nordwesten wurde die <i>St Gregory’s bastion</i> erbaut, die über den <i>Toscana’s curtain</i> mit der <i>Conception bastion</i> verbunden war. Diese verband der <i>Sta Scholastica curtain</i> mit der <i>St John’s bastion</i>. An diese schloss sich der zum Grand Harbour gelegene <i>St Ubaldesca’s curtain</i> an, der die Befestigungen des Forts mit der <i>St Lazarus' bastion</i> der Stadtbefestigung Vallettas verbindet. Aufgrund der räumlichen Lage musste der dem Fort vorgelagerte Kavalier teilweise abgebrochen und umgebaut werden, da an seiner ursprünglichen Spitze nun der <i>Sta Scholastica’s curtain</i> verlief. Die Umbauarbeiten waren 1689 abgeschlossen. Im 18. Jahrhundert wurde der zwischen dem Kavalier und dem Fort liegende Graben teilweise verfüllt und so Kavalier und Fort miteinander verbunden.<sup id="cite_ref-Hughes_1-7" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1763 wurde im Fort auch ein Leuchtturm errichtet. Der Innenhof des Forts wurde zu einem Paradeplatz umgebaut und zwei Gebäude, die als Vorratslager genutzt wurden, im Fort errichtet. Die <i>St Lazarus bastion</i>, die die Verbindung zwischen dem <i>St Ubaldesca’s curtain</i> und der Stadtbefestigung Vallettas darstellt, ergänzte ab 1730 die Anlagen des Forts. Auf dem <i>Post de Vendôme</i> kam 1745 ein weiteres <a href="Magazin_(milit%C3%A4risches_Vorratslager)" title="Magazin (militärisches Vorratslager)">Magazin</a> hinzu.<sup id="cite_ref-Hughes_1-8" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In dieser Form blieben die Befestigungsanlagen des Forts bis zum Ende der Herrschaft des Ordens erhalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Britische_Kolonialzeit">Britische Kolonialzeit</h2></div>

<p>Nach der Besetzung der Inseln durch die britischen Truppen und deren Umwandlung in eine britische <a href="Kolonie" title="Kolonie">Kolonie</a> wurde das Fort zunächst weitgehend unverändert weitergenutzt. Ein Teil der Bastionen und Kurtinen wurde umbenannt. Aus dem <i>Toscana’s curtain</i> wurde der <i>St Gregory’s curtain</i>, aus der <i>Conception bastion</i> die nach <a href="Alexander_Ball" title="Alexander Ball">Alexander Ball</a> benannte <i>Ball’s bastion</i>. Auch der <i>Sta Scholastica curtain</i> wurde nach Ball benannt und wurde zum <i>Ball’s curtain</i>. <i>St John’s bastion</i> und <i>St Ubaldesca curtain</i> wurden nach <a href="John_Abercrombie_(General)" title="John Abercrombie (General)">John Abercrombie</a> in <i>Abercrombie’s bastion</i> und <i>Abercrombie’s curtain</i> umbenannt.<sup id="cite_ref-Hughes_1-9" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Um 1860 war das Fort mit einer Vielzahl von Geschützen unterschiedlicher Typen und Kaliber ausgerüstet. Das Fort bildete mit seinen Außenwerken die größte Konzentration von Artillerie auf Malta.<sup id="cite_ref-Hughes_1-10" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab 1866 kam es zu größeren Umbauarbeiten im Fort. Grund war ein Memorandum von <a href="William_Jervois" title="William Jervois">William Jervois</a>, der die Befestigungen auf Malta untersuchte und Vorschläge zu ihrer Verbesserung vorlegte. Auf dem Kavalier wurden Stellungen für drei <a href="RML_11-inch-gun" title="RML 11-inch-gun">RML 11-inch-gun</a> gebaut. Die Kosten für diesen Umbau beliefen sich auf <a href="Pfund_Sterling" title="Pfund Sterling">£</a> 14.583. Für Munition und Treibladungen wurden im Inneren des Forts Magazine errichtet.<sup id="cite_ref-Hughes_1-11" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bis 1877 wurde die Bewaffnung des Forts vervollständigt. Auf der <i>St Gregory’s bastion</i> wurde eine <a href="RML_12.5_inch_38_ton_gun" class="mw-redirect" title="RML 12.5 inch 38 ton gun">RML 12.5 inch 38 ton gun</a> aufgestellt. <i>Ball’s bastion</i> erhielt zwei RML 10 inch 18 ton gun, <i>Ball’s curtain</i> eine RML 9 inch 12 ton gun, während auf der <i>Abercrombie’s bastion</i> zwei RML 10 inch 18 ton gun und zwei RML 9 inch 12 ton gun aufgestellt wurden.<sup id="cite_ref-Hughes_1-12" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1884 wurden die RML 11-inch-gun auf dem Kavalier entfernt. Dieser Teil des Forts wäre aufgrund seiner höheren Lage feindlichem Feuer verstärkt ausgesetzt gewesen. Außerdem wurde bezweifelt, ob der aus dem 17. Jahrhundert stammende Bau dem Feuer der auf ihm aufgestellten Geschütze standgehalten hätte. Im gleichen Jahr waren auch in der im Inneren des Forts gelegenen <i>St Ann’s battery</i> noch Geschütze aufgestellt. Die Glattrohrkanonen und <a href="Karronade" title="Karronade">Karronaden</a> wurden in diesem Jahr entfernt, eine 64/32-Pfünder-Kanone, zwei 13 inch Blomefield-<a href="M%C3%B6rser_(Gesch%C3%BCtz)" title="Mörser (Geschütz)">Mörser</a> und zwei RML-80-Pfünder verblieben jedoch in der <a href="Batterie_(Milit%C3%A4r)" title="Batterie (Militär)">Batterie</a>.<sup id="cite_ref-Hughes_1-13" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bereits fünf Jahre später waren die Geschütze des Forts durch den technischen Fortschritt überholt. Die Vorderlader wurden durch <a href="BL_6_inch_guns_Mk_II%E2%80%93VI" title="BL 6 inch guns Mk II–VI">BL 6 inch</a> ersetzt, die teilweise in <a href="Kasematte" title="Kasematte">Kasematten</a>, aber auch in <a href="Gesch%C3%BCtzbank" title="Geschützbank">Barbetten</a> auf den Kurtinen und Bastionen aufgestellt wurden. Die alten Befestigungsanlagen wurden zu diesem Zweck mit <a href="Beton" title="Beton">Beton</a> verstärkt.<sup id="cite_ref-Hughes_1-14" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Jahre 1906 kam es nochmals zu einer tiefgreifenden Änderung der Bewaffnung. Diese steht im Zusammenhang mit der grundsätzlichen Reorganisation der Küstenverteidigung Maltas. Durch gestiegene <a href="Kadenz_(Waffentechnik)" title="Kadenz (Waffentechnik)">Kadenz</a> und Reichweite konnte auf einen Teil der Geschütze verzichtet werden, ein Teil der Befestigungsanlagen war überflüssig geworden. Die Planungen vom 5. Juli 1906 sahen auf der <i>St Gregory’s bastion</i> eine <a href="BL_6_inch_Mk_VII_naval_gun" title="BL 6 inch Mk VII naval gun">BL 6 inch Mk VII naval gun</a> vor. Zusammen mit zwei Geschützen gleichen Typs auf der <i>Ball’s bastion</i> sollte sie vor allem <a href="Torpedoboot" title="Torpedoboot">Torpedoboote</a> und <a href="Zerst%C3%B6rer" title="Zerstörer">Zerstörer</a> bekämpfen, die zu im Marsamxett Harbour ankernden Handelsschiffen durchzubrechen versuchten. Den Schutz der Einfahrt des Grand Harbours übernahmen zwei Kanonen dieses Typs auf der <i>Abercrombie’s bastion</i>, unterstützt von einer weiteren auf der <i>St Lazarus' bastion</i>. Auf dem <i>Abercrombie’s curtain</i> wurden vier schnellfeuernde <a href="QF_12_pounder_12_cwt_naval_gun" title="QF 12 pounder 12 cwt naval gun">QF 12 pounder 12 cwt naval gun</a> aufgestellt.<sup id="cite_ref-Hughes_1-15" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vor dem Fort wurde ein <a href="Seemine" title="Seemine">Seeminenfeld</a> angelegt. In diesem Zeitraum wurde im Fort auch eine Station für <a href="Torpedo" title="Torpedo">Brennan-Torpedos</a> gebaut. Dabei handelte es sich um drahtgelenkte Torpedos, die von festen Ablaufbahnen an Land zu Wasser gelassen und in das Ziel lanciert wurden. Von begrenzter Reichweite und Geschwindigkeit dienten sie zur Verteidigung enger Hafeneinfahrten. Ihr Vorteil war, dass sie bei einem Treffer das Schiff unterhalb der Wasserlinie trafen, was bei Schlachtschiffen bis zur <a href="King-Edward-VII-Klasse" title="King-Edward-VII-Klasse">King-Edward-VII-Klasse</a> unweigerlich zum Verlust des Schiffes führte. Zur Gefechtsfeldbeleuchtung wurde unterhalb des <i>Abercrombie’s curtain</i> im Mai 1898 ein elektrischer Suchscheinwerfer installiert. Dies ermöglichte den Einsatz der Brennan-Torpedos und die Fernzündung der Seeminen auch bei Nacht. Ein Mast mit vier beweglichen Suchscheinwerfern wurde auf dem <i>Abercrombie’s curtain</i> aufgestellt. Diese Scheinwerfer dienten zur Gefechtsfeldbeleuchtung für die 6-Zoll-Geschütze.<sup id="cite_ref-Hughes_1-16" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nutzung_während_des_Zweiten_Weltkrieges"><span id="Nutzung_w.C3.A4hrend_des_Zweiten_Weltkrieges"></span>Nutzung während des Zweiten Weltkrieges</h2></div>

<p>Zu Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> waren die Bastionen vor dem Fort mit sechs <a href="QF_6_inch_/40_naval_gun" title="QF 6 inch /40 naval gun">QF 6 inch /40 naval gun</a> ausgerüstet. Die Anlage für die Brennan-Torpedos wurde zwischenzeitlich abgebaut, da diese Art von Torpedos mittlerweile überholt war. Unmittelbar vor Beginn des Krieges wurden ebenso wie in <a href="Fort_Ricasoli" title="Fort Ricasoli">Fort Ricasoli</a> hoch aufragende Feuerleitstände aus <a href="Stahlbeton" title="Stahlbeton">Stahlbeton</a> gebaut, die bis heute die Silhouette des Forts prägen. Bei Kriegsbeginn war im Fort die 3. schwere Batterie (3rd Heavy Battery) der <a href="Royal_Malta_Artillery" title="Royal Malta Artillery">Royal Malta Artillery</a> stationiert. Die Besatzung des Forts war im Juni 1940 an der erfolgreichen Abwehr eines Angriffs italienischer <a href="Schnellboot" title="Schnellboot">Schnellboote</a> beteiligt, die versuchten, die Hafensperren zu durchbrechen<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, und war entscheidend an der Abwehr des <i><a href="Operazione_Malta_Due" title="Operazione Malta Due">Operazione Malta Due</a></i> am 26. Juli 1941 beteiligt.<sup id="cite_ref-Hughes_1-17" class="reference"><a href="#cite_note-Hughes-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nutzung_nach_dem_Zweiten_Weltkrieg">Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg</h2></div>

<p>Nach dem Abzug der letzten britischen Truppen von Malta blieben große Teile des Forts ungenutzt. Im eigentlichen Fort befindet sich die Polizeiakademie der <a href="The_Police_Force_of_Malta" title="The Police Force of Malta">Police Force of Malta</a>, während im <i>Post de Vendôme</i> das <i>National War Museum</i><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> eingerichtet wurde. Die Anlagen des Forts außerhalb des Museums sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Quentin_Hughes" title="Quentin Hughes">Quentin Hughes</a>: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Malta. A guide to the fortifications</cite>. Said International, 1993, ISBN 99909-43-07-9 (englisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Fort+St+Elmo&amp;rft.au=Quentin+Hughes&amp;rft.btitle=Malta.+A+guide+to+the+fortifications&amp;rft.date=1993&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9990943079&amp;rft.pub=Said+International" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Stephen_C._Spiteri" title="Stephen C. Spiteri">Stephen C. Spiteri</a>: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">The Knight’s Fortifications. An Illustrated Guide of the Fortifications built by the Knights of St. John in Malta</cite>. Book distributors limited, alta 2001, ISBN 978-99909-72-06-1 (englisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Fort+St+Elmo&amp;rft.au=Stephen+C.+Spiteri&amp;rft.btitle=The+Knight%E2%80%99s+Fortifications.+An+Illustrated+Guide+of+the+Fortifications+built+by+the+Knights+of+St.+John+in+Malta&amp;rft.date=2001&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9789990972061&amp;rft.place=alta&amp;rft.pub=Book+distributors+limited" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Charles Stephenson: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">The Fortifications of Malta 1530–1945</cite>. Osprey Publishing Limited, 2004, ISBN 1-84176-836-7 (englisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Fort+St+Elmo&amp;rft.au=Charles+Stephenson&amp;rft.btitle=The+Fortifications+of+Malta+1530-1945&amp;rft.date=2004&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=1841768367&amp;rft.pub=Osprey+Publishing+Limited" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Fort_Saint_Elmo?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Fort St Elmo</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://culture.gov.mt/en/culturalheritage/NICPMI_Database/1686.pdf"><i>Forti Sant Iermu / Fort St Elmo.</i></a> (PDF; 401&nbsp;kB) In: <i>National Inventory of the Cultural Property of the Maltese Islands.</i> Sovrintendenza tal-Patrimonju Kulturale, 28.&nbsp;Juni 2013<span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 9.&nbsp;September 2020</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AFort+St+Elmo&amp;rft.title=Forti+Sant+Iermu+%2F+Fort+St+Elmo&amp;rft.description=Forti+Sant+Iermu+%2F+Fort+St+Elmo&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fculture.gov.mt%2Fen%2Fculturalheritage%2FNICPMI_Database%2F1686.pdf&amp;rft.publisher=Sovrintendenza+tal-Patrimonju+Kulturale&amp;rft.date=2013-06-28&amp;rft.language=en">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Hughes-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-7">h</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-8">i</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-9">j</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-10">k</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-11">l</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-12">m</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-13">n</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-14">o</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-15">p</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-16">q</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Hughes_1-17">r</a></sup></span> <span class="reference-text">Quentin Hughes: <i>Malta. A guide to the fortifications</i>, S. 189ff</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"> Hartwig Kobelt: <i>Sturmboote im Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine und ihre italienischen Vorbilder.</i> Helios, Aachen 2016, S. 19–25</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20141106012734/http://www.euromuse.net/en/museums/museum/view-m/national-war-museum/?sprache=2&amp;ZURID=8">National War Museum</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 6. November 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (englisch)</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">35.901944444444</span><span class="longitude">14.518611111111</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:35.901944444444,14.518611111111"><span title="Breitengrad">35°&nbsp;54′&nbsp;7″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">14°&nbsp;31′&nbsp;7″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-g" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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<div>
Normdaten&nbsp;(Geografikum): <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh00001634">sh00001634</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/173026245/">173026245</a></span> </div>
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